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Realoptionen

4. Okt.
1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 9. Okt.

Realoptionen sind zukünftige Handlungsspielräume und Investitionsmöglichkeiten eines Unternehmens, die es erlauben, operative Entscheidungen an veränderte Umweltbedingungen und Marktbedingungen anzupassen. Sie geben dem Unternehmen nach einer anfänglichen Investition das Recht, aber nicht die Pflicht, ein Vorhaben fortzuführen, auszuweiten, aufzuschieben oder abzubrechen. Zu den wichtigsten Arten zählen die Abbruchsoption, die Wachstumsoption und die Aufschuboption. Der Wert einer Realoption hängt unter anderem von den erwarteten Cashflows, den Investitionskosten, der Laufzeit und dem risikofreien Zinssatz ab. (vgl. Becker/Lutz/Back 2011, S. 201 f.)


Beispiel: Ein Unternehmen investiert 500.000 € in die Entwicklung einer neuen Technologie. Wenn die Marktnachfrage steigt, kann es weitere 2 Mio. € investieren, um die Produktion auszuweiten (Wachstumsoption). Entwickelt sich der Markt hingegen ungünstig, kann es das Projekt abbrechen und weitere Verluste vermeiden (Abbruchsoption). Es kann die Investition auch zunächst verschieben, bis bessere Marktbedingungen herrschen (Aufschuboption).


Becker, W.; Lutz, S.; Back, C. (2011): Gabler Kompaktlexikon Modernes Rechnungswesen.

3. Auflage. Wiesbaden: Gabler

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