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Ramsey-Problem

Das Ramsey-Problem befasst sich mit der optimalen Struktur von Verbrauchsteuern. Es geht darum, wie ein bestimmtes Steueraufkommen mit den geringstmöglichen Zusatzbelastungen für die Wirtschaft erzielt werden kann. Dies wird erreicht, indem entweder die Zusatzlasten minimiert oder der Nutzen maximiert wird. Das Problem wurde erstmals von dem Ökonomen Frank Ramsey im Jahr 1927 formuliert und ist ein zentrales Thema in der finanzwissenschaftlichen Literatur. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 247)


Beispiel: Angenommen, der Staat muss Steuern auf zwei Konsumgüter erheben, um ein bestimmtes Steueraufkommen zu erzielen. Wenn das eine Gut (z.B. Lebensmittel) sehr unelastisch in der Nachfrage ist (Menschen kaufen es fast unabhängig vom Preis), und das andere Gut (z.B. Luxusartikel) sehr elastisch (Menschen kaufen es viel weniger, wenn der Preis steigt), dann sollte der Staat höhere Steuern auf das unelastische Gut erheben. So werden die Gesamtverzerrungen und Zusatzlasten in der Wirtschaft minimiert, weil die Menschen ihr Verhalten weniger ändern müssen, um die Steuer zu bezahlen.


Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston:

De Gruyter Oldenbourg

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