Quantitative Ansatz der Unternehmensführung
Der quantitative Ansatz der Unternehmensführung betrachtet Probleme der Unternehmensführung vor allem mithilfe von formallogischen und mathematischen Modellen. Ziel ist es, Entscheidungsprobleme systematisch zu strukturieren, verschiedene Handlungsalternativen zu bewerten und daraus möglichst optimale Handlungsempfehlungen abzuleiten. Als Ausgangspunkt gilt das Scientific Management, das insbesondere die Optimierung von Produktionsprozessen anstrebte.
Der quantitative Ansatz umfasst dabei unter anderem die Entscheidungstheorie, mathematische Modelle zur Prognose, die Teamtheorie und die Spieltheorie. Eine zentrale Stärke liegt in der klaren Strukturierung und der stringenten Argumentation; problematisch ist jedoch, dass die Modelle häufig von rationalem Verhalten und vereinfachten Bedingungen ausgehen und dadurch die Komplexität der Realität nur begrenzt abbilden können. (vgl. Macharzina/Wolf 2023, S. 59 ff.)
Beispiel: Die Entscheidung eines Unternehmens, wie viele Produkte es für die kommende Woche herstellen soll. Dabei werden verschiedene mögliche Umweltzustände, etwa eine hohe oder niedrige Nachfrage, sowie die möglichen Gewinne der jeweiligen Produktionsmengen berücksichtigt. Mithilfe der Entscheidungstheorie kann das Unternehmen für jede Alternative einen erwarteten Nutzen berechnen und anschließend die Produktionsmenge auswählen, die unter den angenommenen Bedingungen den höchsten Erwartungswert erzielt.
Macharzina, K.; Wolf, J. (2023): Unternehmensführung. Das internationale Managementwissen Konzepte – Methoden – Praxis. 12. Auflage. Wiesbaden: Springer Fachmedien




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