top of page
Das Bild zeigt einen Werbebanner von Amazon.

Q-Element

Das Q-Element ist ein Qualitätsfaktor in der Anreizregulierung, mit dem die Zuverlässigkeit des Stromnetzes bewertet wird. Netzbetreiber mit wenigen und kurzen Stromausfällen erhalten einen Bonus (höhere Erlösobergrenze), Netzbetreiber mit vielen Ausfällen einen Malus (geringere Erlösobergrenze). Grundlage ist vor allem der SAIDI-Wert, der die durchschnittliche Ausfallzeit pro Kunde misst. (vgl. Linnemann 2024, S. 99 f.)


Beispiel: Ein Netzbetreiber weist im Laufe eines Jahres nur sehr kurze Stromausfälle auf, sodass die durchschnittliche Unterbrechungsdauer pro Kunde bei acht Minuten liegt und damit unter dem von der Regulierungsbehörde festgelegten Referenzwert von zwölf Minuten. Aufgrund dieser hohen Versorgungszuverlässigkeit erhält der Netzbetreiber über das Q-Element einen Bonus, wodurch sich seine Erlösobergrenze erhöht. Liegt die durchschnittliche Ausfallzeit hingegen deutlich über dem Referenzwert, etwa bei zwanzig Minuten pro Kunde, wird ein Malus angesetzt und die Erlösobergrenze des Netzbetreibers entsprechend reduziert.


Linnemann, M. (2024): Energiewirtschaft für (Quer-)Einsteiger. Einmaleins der Stromwirtschaft. 2. Auflage. Wiesbaden: Springer Fachmedien

Kommentare


bottom of page