Psychologische Konstruktivismus nach Kelly
Der psychologische Konstruktivismus nach Kelly besagt, dass jeder Mensch die Welt durch eigene psychische Konstrukte interpretiert. Diese Konstrukte entstehen aus Erfahrungen, die geordnet, reflektiert und bewertet werden. Sie helfen dem Individuum, Ereignisse vorherzusagen, Handlungen zu planen und neue Erfahrungen zu strukturieren. (vgl. Kron/Jürgens/Standop 2024, S. 101 ff.)
Beispiel: Eine Lehrkraft beobachtet, dass Lernende unterschiedlich auf Lob reagieren. Sie bildet das Konstrukt „motiviert–demotiviert“ und nutzt es, um zukünftige Unterrichtsstrategien anzupassen. Durch Beobachtung und Reflexion prüft sie, ob ihre Annahmen stimmen, und verändert bei Bedarf ihre Herangehensweise. Auf diese Weise werden ihre Konstrukte laufend überprüft und weiterentwickelt.
Kron, F. W.; Jürgens, E.; Standop, J. (2024): Grundwissen Didaktik. 7. Auflage. München: Ernst Reinhardt




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