Prozessorientierte Kalkulation
- Andreas Armster

- 16. Apr.
- 1 Min. Lesezeit
Die prozessorientierte Kalkulation (Prozesskostenrechnung) ist ein Verfahren, bei dem Gemeinkosten nicht pauschal über Zuschläge, sondern über konkrete Prozesse (z. B. Bestellen, Montieren) auf die Produkte verteilt werden. Produkte werden dabei je nach Inanspruchnahme dieser Prozesse mit Prozesskostensätzen belastet. (vgl. Schmidt 2022, S. 256 ff.)
Beispiel: Ein Produkt verursacht einen Montageprozess (400 €) und zusätzlich einen Vorfertigungsprozess (600 €). Diese Prozesskosten werden direkt dem Produkt zugerechnet. Bestellt ein Kunde nur 1 Stück, entfallen die gesamten 1.000 € auf dieses Stück; bei 10 Stück verteilen sich die Prozesskosten auf 100 € pro Stück. Dadurch zeigt sich, dass kleine Mengen teurer sind und komplexere Produkte mehr Kosten verursachen.
Schmidt, A. (2022): Kostenrechnung. Grundlagen der Vollkostenrechnung, Deckungsbeitragsrechnung und Plankostenrechnung sowie des Kostenmanagements. 9. Auflage. Stuttgart: Kohlhammer



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