Prozess der Personalplanung
- Andreas Armster

- 10. Juli 2025
- 1 Min. Lesezeit
Der Prozess der Personalplanung umfasst drei aufeinander aufbauende Schritte. Zunächst werden alle relevanten Informationen aus der internen und externen Unternehmensumwelt gesammelt, um die Grundlage für fundierte Planungsentscheidungen zu schaffen. Im zweiten Schritt wird der Personalbedarf ermittelt, indem der zukünftige Bruttopersonalbedarf mit dem prognostizierten Personalbestand abgeglichen wird. Daraus ergibt sich der Nettopersonalbedarf als Differenz zwischen Soll-Werten und Ist-Werten. Im dritten Schritt werden daraus konkrete Folgeplanungen abgeleitet – etwa zur Personalbeschaffung, Personalentwicklung, Personaleinsatz, Personalfreisetzung oder Personalkostensteuerung – mit dem Ziel, die personellen Ressourcen strategisch und effizient auf die Unternehmensziele auszurichten. (vgl. Oechsler/Paul 2024, S. 197 ff.)
Beispiel: Ein Unternehmen plant, im nächsten Jahr ein neues Produkt auf den Markt zu bringen. In Schritt 1 sammelt es interne Daten wie aktuelle Mitarbeiterzahlen, Altersstruktur und geplante Ruhestände sowie externe Informationen zum Fachkräftemangel im IT-Bereich. In Schritt 2 wird festgestellt, dass für die Produktentwicklung zehn zusätzliche Softwareentwickler benötigt werden, aber in den kommenden Monaten drei Fachkräfte in Rente gehen – der Nettopersonalbedarf liegt also bei 13 Personen. In Schritt 3 leitet das Unternehmen daraus Maßnahmen ab: Es startet eine gezielte Rekrutierungskampagne, plant Schulungen für interne Mitarbeitende zur Qualifizierung und überprüft die Personalkosten, um Budgetüberschreitungen zu vermeiden.
Oechsler, W. A.; Paul, C. (2024): Personal und Arbeit. Einführung in das Personalmanagement. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg



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