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Protective Call

25. Aug. 2025
1 Min. Lesezeit

Der Protective Call ist eine Absicherungsstrategie (Synthetic Long Put), bei der ein Investor eine Short-Position im Basiswert hält und zusätzlich einen Call kauft. Dadurch bleibt das Gewinnpotenzial bei weiter fallenden Kursen unbegrenzt, während der mögliche Verlust durch den gekauften Call begrenzt wird. Diese Strategie wird eingesetzt, wenn ein Investor bearish eingestellt ist, sich aber gegen unerwartete Kursanstiege absichern möchte. (vgl. Ernst/Häcker 2022, S. 127)


Beispiel: Ein Investor geht bei einer Aktie, die aktuell bei 70 EUR notiert, short, weil er von fallenden Kursen ausgeht. Um sich gegen einen unerwarteten Kursanstieg abzusichern, kauft er zusätzlich einen Call mit Basispreis 72 EUR. Fällt die Aktie wie erwartet auf 60 EUR, erzielt er aus seiner Short-Position 10 EUR Gewinn. Steigt die Aktie jedoch auf 80 EUR, wird sein Verlust durch den Call begrenzt, da er ab 72 EUR das Recht hat, die Aktie günstiger zurückzukaufen.


Ernst, D.; Häcker, J. (2022): Derivate: Optionen und Futures Schritt für Schritt. München: UVK Verlag

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