Propellereffekt
Der Propellereffekt bezeichnet ein statistisches Problem bei der Schätzung von Preis-Absatz-Funktionen: Wenn die beobachteten Preise nur in einem sehr engen Bereich variieren, entsteht eine stark gebündelte Punktewolke. Dadurch können viele unterschiedliche Regressionsgeraden ähnlich gut zu den Daten passen, was zu instabilen und wenig zuverlässigen Schätzparametern führt. (vgl. Pechtl 2014, S. 109 ff.)
Beispiel: Ein Unternehmen hat sein Produkt in der Vergangenheit nur zu Preisen zwischen 9,80 € und 10,20 € verkauft. Die beobachteten Preis-Mengen-Kombinationen liegen daher sehr eng beieinander. Bei der statistischen Schätzung der Preis-Absatz-Funktion können nun mehrere unterschiedliche Regressionsgeraden nahezu gleich gut durch diese enge Punktewolke gelegt werden. Schon kleine Änderungen einzelner Datenpunkte führen dann zu stark abweichenden Ergebnissen, etwa bei der Berechnung des Prohibitivpreises.
Pechtl, H. (2014): Preispolitik. Behavioral Pricing und Preissysteme. 2. Auflage. Konstanz/München: UVK/Lucius




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