Profitcenter
Aktualisiert: 9. Okt.
Ein Profitcenter (auch strategische Geschäftseinheit oder Business Unit) ist ein organisatorischer Teilbereich eines Unternehmens, für den ein eigener Periodenerfolg ermittelt wird und der zur Steuerung und Leistungsmessung (Performance Measurement) dient. Dadurch wird die Ergebnisverantwortung auf dezentrale Einheiten übertragen. Profitcenter sind organisatorisch und abrechnungstechnisch selbstständig, müssen jedoch nicht rechtlich eigenständig sein. Sie fördern Kundennähe, Motivation, strategisches Denken und Transparenz. Nachteilig ist, dass unternehmensweite Synergieeffekte verloren gehen können und die einzelnen Einheiten möglicherweise stärker ihre eigenen Interessen als das Gesamtunternehmenswohl verfolgen. (vgl. Becker/Lutz/Back 2011, S. 191)
Beispiel: Ein Automobilhersteller unterteilt sein Unternehmen in die Profitcenter Kleinwagen, Limousinen und Nutzfahrzeuge. Für jedes Profitcenter werden eigene Umsätze und Kosten erfasst und der Periodengewinn ermittelt. So kann die Leitung die Wirtschaftlichkeit jeder Einheit beurteilen und die jeweilige Führungskraft für das Ergebnis verantwortlich machen. Wenn jedes Profitcenter jedoch unabhängig einkauft, können Mengenrabatte für den Gesamtkonzern verloren gehen.
Becker, W.; Lutz, S.; Back, C. (2011): Gabler Kompaktlexikon Modernes Rechnungswesen.
3. Auflage. Wiesbaden: Gabler




Kommentare