Probleme lösen
Bei der Unterrichtsmethode Probleme lösen setzen sich Schülerinnen und Schüler mit einer problembehafteten Entscheidungssituation auseinander. Sie sammeln und diskutieren Pro-Argumente und Kontra-Argumente, treffen anschließend eine begründete Entscheidung und reflektieren den Entscheidungsprozess. (vgl. Thömmes 2026, S. 69)
Beispiel: Im Wirtschaftsunterricht erhalten die Schülerinnen und Schüler folgende Entscheidungssituation: Ein Unternehmen stellt fest, dass die Nachfrage nach einem Produkt zurückgeht. Die Geschäftsleitung überlegt deshalb, ob der Preis des Produkts gesenkt werden soll, um wieder mehr Kunden zu gewinnen. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in Kleingruppen und sammeln zunächst Pro-Argumente und Kontra-Argumente. Für eine Preissenkung sprechen beispielsweise eine mögliche Steigerung der Nachfrage und die Gewinnung neuer Kunden. Dagegen sprechen mögliche geringere Gewinne pro verkauftem Produkt und die Gefahr, dass Kunden das Produkt als weniger hochwertig wahrnehmen. Anschließend entscheiden sich die Schülerinnen und Schüler für eine Handlungsmöglichkeit und begründen ihre Entscheidung. Im Plenum werden die unterschiedlichen Entscheidungen vorgestellt und gemeinsam reflektiert.
Thömmes, A. (2026): Die 200 besten Unterrichtsmethoden für die Sekundarstufe. Bewährte und neue Ideen für jede Gelegenheit. Mülheim an der Ruhr: Verlag an der Ruhr




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