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Prior Service Costs

4. Okt.
1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 9. Okt.

Prior Service Costs bezeichnen nach US-GAAP den zusätzlichen Aufwand, der entsteht, wenn eine bestehende Versorgungszusage durch eine Planänderung (Plan Amendment) verbessert wird und diese Verbesserung bereits geleistete Dienstjahre der Arbeitnehmer betrifft. Die Kosten können über die erwartete verbleibende Dienstzeit der betroffenen aktiven Arbeitnehmer verteilt werden. Sind hauptsächlich ehemalige oder bereits pensionierte Arbeitnehmer betroffen, können sie über deren erwartete Restlebenszeit verteilt werden. (vgl. Becker/Lutz/Back 2011, S. 189)


Beispiel: Ein Unternehmen erhöht die monatliche Pensionszusage für seine Beschäftigten rückwirkend von 500 € auf 600 €. Für die bereits geleisteten Dienstjahre entstehen dadurch zusätzliche Verpflichtungen von insgesamt 200.000 €. Sind die betroffenen Beschäftigten voraussichtlich noch zehn Jahre im Unternehmen tätig, können die Prior Service Costs über diesen Zeitraum verteilt werden, sodass jährlich 20.000 € Aufwand erfasst werden.


Becker, W.; Lutz, S.; Back, C. (2011): Gabler Kompaktlexikon Modernes Rechnungswesen.

3. Auflage. Wiesbaden: Gabler

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