Preisfaktormethode
- Andreas Armster

- 7. Jan.
- 1 Min. Lesezeit
Bei der Preisfaktormethode zur Absicherung mit Zins-Futures wird die Anzahl der benötigten Futures anhand der Preisfaktoren der Kassaposition und des Futures berechnet. Sie berücksichtigt, dass Kassakurse und Terminkurse unterschiedlich stark auf Zinsänderungen reagieren, und passt die Hedge-Position so an, dass Verluste der Kassaposition möglichst genau durch Gewinne der Futures-Position ausgeglichen werden. (vgl. Hölscher/Helms 2018, S. 433 f.)
Beispiel: Ein Investor hält Bundesanleihen im Wert von 1.000.000 EUR und möchte diese gegen Zinsänderungen absichern. Ein Euro-Bund-Future hat einen Nominalwert von 100.000 EUR und einen Preisfaktor von 0,82. Mit der Preisfaktormethode berechnet er die notwendige Anzahl der Futures, indem er den Nominalwert der Kassaposition durch den Nominalwert eines Futures multipliziert und mit dem Preisfaktor gewichtet, sodass sich 8 Kontrakte ergeben, um die Position weitgehend abzusichern.
Hölscher, R.; Helms, N. (2018): Investition und Finanzierung. 2. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg



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