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Pragmatische Axiome der Kommunikation

Die pragmatischen Axiome der Kommunikation nach Watzlawick beschreiben grundlegende Regeln, wie Menschen in Interaktionen Bedeutung erzeugen und sich austauschen. Sie besagen u. a., dass man nicht nicht kommunizieren kann, jede Kommunikation einen Inhaltsaspekt und Beziehungsaspekt hat, Kommunikationsabläufe durch Interpunktion strukturiert werden, digitale (sprachlich-logische) und analoge (Gesten, Mimik) Modalitäten sich ergänzen und Beziehungen symmetrisch oder komplementär sein können. Sie verdeutlichen, dass Kommunikation stets soziale Bedeutungen trägt und Lehrprozesse und Lernprozesse als wechselseitige, symbolisch vermittelte Interaktionen zu verstehen sind. (vgl. Kron/Jürgens/Standop 2024, S. 159 ff.)


Beispiel: Wenn eine Lehrerin während einer Gruppenarbeit schweigt, die Lernenden dies aber als Zustimmung werten und eigenständig weiterarbeiten („Man kann nicht nicht kommunizieren“). Gleichzeitig vermittelt sie durch ihre Gestik und Mimik, dass sie die Ergebnisse gutheißt, was den Beziehungsaspekt der Kommunikation zeigt. Lernende reagieren darauf, interpretieren die Gesten und passen ihr Verhalten an, wodurch eine symmetrische Interaktion entsteht, in der alle aktiv am Lernprozess beteiligt sind.


Kron, F. W.; Jürgens, E.; Standop, J. (2024): Grundwissen Didaktik. 7. Auflage. München: Ernst Reinhardt

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