Portfolio Selection Theory
- Andreas Armster

- 5. Jan.
- 1 Min. Lesezeit
Die Portfolio Selection Theory (Markowitz-Portfoliotheorie) ist ein Modell zur optimalen Zusammenstellung eines Wertpapierportfolios unter Unsicherheit. Sie besagt, dass Investoren ihre Anlageentscheidung anhand von zwei Zielgrößen treffen: dem Erwartungswert der Rendite und dem Risiko (gemessen durch die Varianz bzw. Standardabweichung der Rendite). Durch Diversifikation können Risiken reduziert werden, ohne die erwartete Rendite im gleichen Maße zu senken, sodass ein effizientes Portfolio gewählt wird, das bei gegebenem Risiko die höchste Rendite bzw. bei gegebener Rendite das geringste Risiko bietet. (vgl. Hölscher/Helms 2018, S. 171 ff.)
Beispiel: Ein Anleger investiert nicht sein gesamtes Kapital in eine einzelne Aktie, sondern verteilt es beispielsweise auf die Aktien zweier Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen. Während die Rendite der ersten Aktie stark schwankt, zeigt die zweite eine stabilere Entwicklung. Durch die Kombination beider Wertpapiere sinkt das Gesamtrisiko des Portfolios, ohne dass die erwartete Rendite entsprechend stark abnimmt. Dieses Vorgehen entspricht der Portfolio Selection Theory, nach der durch Diversifikation ein günstigeres Verhältnis von Rendite und Risiko erreicht werden kann.
Hölscher, R.; Helms, N. (2018): Investition und Finanzierung. 2. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg



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