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Popper-Kriterium

23. Dez. 2025
1 Min. Lesezeit

Das Popper-Kriterium besagt, dass wissenschaftliche Hypothesen so formuliert sein müssen, dass sie falsifizierbar sind. Das heißt, es muss prinzipiell möglich sein, die Hypothese durch empirische Beobachtungen oder Experimente zu widerlegen. Wissenschaftlicher Fortschritt entsteht laut Popper dadurch, dass Forscher versuchen, Hypothesen zu widerlegen, statt nur bestätigende Belege zu suchen. (vgl. Bea/Göbel 2019, S. 66)


Beispiel: „Alle Schwäne sind weiß.“ Ein Forscher prüft diese Aussage, indem er Schwäne beobachtet. Findet er einen schwarzen Schwan, ist die Hypothese widerlegt. Die Hypothese ist also falsifizierbar, denn es gibt eine Beobachtung, die sie widerlegen kann. Solange nur weiße Schwäne gefunden werden, bleibt die Hypothese vorläufig bestehen, aber nie endgültig bewiesen.


Bea, F. X.; Göbel, E. (2019): Organisation. Theorie und Gestaltung. 5. Auflage. München: UVK Verlag

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