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Pigou-Steuer

Die Pigou-Steuer ist eine Steuer, die zur Internalisierung externer Effekte verwendet wird. Das bedeutet, sie zielt darauf ab, die Kosten, die durch negative externe Effekte entstehen, in die Entscheidungen der Wirtschaftssubjekte einzubeziehen. Durch die Besteuerung von Aktivitäten, die negative externe Effekte verursachen (wie Umweltverschmutzung), werden die privaten Grenzkosten der Unternehmen erhöht, sodass sie die gesellschaftlichen Kosten ihrer Handlungen berücksichtigen müssen.


Der Steuersatz wird so festgelegt, dass er die Differenz zwischen den privaten Grenzkosten und den sozialen Grenzkosten ausgleicht, wodurch die Unternehmen Anreize erhalten, ihre schädlichen Aktivitäten zu reduzieren und somit eine effizientere Allokation der Ressourcen erreicht wird. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 72)


Beispiel: Eine Fabrik, die Schadstoffe in die Luft abgibt, wird mit einer Pigou-Steuer belegt. Diese Steuer soll die Kosten der Umweltverschmutzung widerspiegeln, sodass die Fabrik die Umweltkosten in ihre Produktionsentscheidungen einbezieht und entweder die Schadstoffemissionen reduziert oder die Kosten für die verursachten Schäden zahlt.


Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston:

De Gruyter Oldenbourg

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