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Paternalistische Eingriffe

Paternalistische Eingriffe sind Maßnahmen, bei denen der Staat oder eine andere Autorität in die individuellen Entscheidungen und Freiheiten der Bürger eingreift, mit dem Ziel, das Wohl dieser Bürger zu verbessern oder sie vor Schaden zu bewahren, selbst wenn diese Eingriffe den ausdrücklichen Präferenzen der Bürger widersprechen. Solche Eingriffe basieren auf der Annahme, dass die Entscheidungsträger besser wissen, was für die Individuen gut ist, als diese selbst. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 91)


Beispiel: Der Staat erhebt eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke, um den Konsum zu reduzieren. Obwohl die Bürger sich frei entscheiden könnten, solche Getränke zu konsumieren, greift der Staat ein, weil er der Ansicht ist, dass der hohe Zuckerkonsum gesundheitsschädlich ist und langfristig zu höheren Gesundheitskosten führt. Durch die Steuer werden die Getränke teurer, was den Konsum verringern soll, auch wenn die Bürger ursprünglich vielleicht bereit waren, diese Getränke zu konsumieren.


Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston:

De Gruyter Oldenbourg

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