Optimal Matching
- Andreas Armster

- 2. Sept. 2025
- 1 Min. Lesezeit
Optimal Matching ist ein Verfahren zur Analyse von Sequenzdaten (z. B. Lebensverlaufsdaten), bei dem die Ähnlichkeit zwischen zwei Sequenzen bestimmt wird. Dabei wird berechnet, wie viele und welche Operationen (Einfügen, Löschen, Ersetzen von Elementen) nötig sind, um eine Sequenz in die andere zu überführen. Die Anzahl bzw. die „Kosten“ dieser Operationen ergeben ein Maß für die Distanz zwischen den Sequenzen. (vgl. Corsten 2020, S. 143 ff.)
Beispiel: Stellen wir uns zwei Sequenzen vor: Sequenz A lautet A B C D, Sequenz B lautet A C D. Um Sequenz A in Sequenz B zu überführen, muss lediglich das Element B entfernt werden. Damit ist genau eine Operation nötig, und die Distanz zwischen den beiden Sequenzen beträgt 1. Dieses Beispiel zeigt, dass sich die Ähnlichkeit zweier Sequenzen daran bemisst, wie viele Veränderungen erforderlich sind, um die eine in die andere umzuwandeln.
Corsten, M. (2020): Lebenslauf und Sozialisation. Wiesbaden: Springer VS



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