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Open Space

25. Aug.
1 Min. Lesezeit

Open Space ist eine Unterrichtsmethode, bei der Schülerinnen und Schüler innerhalb vorgegebener räumlicher und zeitlicher Rahmenbedingungen selbstständig und eigenverantwortlich Themen auswählen, sich zu Themengruppen zusammenschließen und ihren Arbeitsprozess selbst organisieren. Sie legen selbst fest, welche Ziele sie verfolgen, welche Arbeitsschritte notwendig sind und wie sie ihre Ergebnisse präsentieren. Nach dem „Gesetz der zwei Füße“ können sie die Gruppe wechseln, wenn sie dort nichts mehr beitragen oder lernen können. (vgl. Thömmes 2026, S. 126 f.)


Beispiel: Im Wirtschaftsunterricht findet ein sechsstündiger Open Space zum Thema „Nachhaltiges Wirtschaften“ statt. Die Lehrkraft bereitet drei Themenräume vor: „Nachhaltige Produktion“, „Faire Arbeitsbedingungen“ und „Nachhaltiger Konsum“, in denen jeweils Informationsmaterial, Computer und Plakate bereitliegen. Die Schülerinnen und Schüler schauen sich zunächst die Themenräume an und entscheiden anschließend selbst, welchem Thema sie sich widmen möchten. In der Gruppe „Nachhaltiger Konsum“ einigen sich beispielsweise fünf Schülerinnen und Schüler darauf, zu untersuchen, wie Unternehmen Kundinnen und Kunden zu nachhaltigem Konsum bewegen können. Sie recherchieren selbstständig Informationen, legen ihre Arbeitsschritte fest und erstellen gemeinsam eine Präsentation mit konkreten Maßnahmen für Unternehmen. Wenn eine Schülerin merkt, dass sie in ihrer Gruppe nichts mehr beitragen kann, darf sie nach dem „Gesetz der zwei Füße“ in eine andere Themengruppe wechseln. Am Ende präsentieren die Gruppen ihre Ergebnisse in einer selbst gewählten Form.


Thömmes, A. (2026): Die 200 besten Unterrichtsmethoden für die Sekundarstufe. Bewährte und neue Ideen für jede Gelegenheit. Mülheim an der Ruhr: Verlag an der Ruhr

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