Offenes Unterrichtsgespräch
Die Unterrichtsmethode offenes Unterrichtsgespräch ist eine Gesprächsform, bei der Schülerinnen und Schüler ihre Meinungen und ihr Wissen zu einem bestimmten Thema frei äußern. Alle Beteiligten sind gleichberechtigte Gesprächsteilnehmende, während die Lehrkraft vor allem die Moderation übernimmt und sich inhaltlich weitgehend zurückhält. Es gibt keine „falschen“ Antworten; die Beiträge werden gemeinsam aufgegriffen und am Ende zusammengefasst. (vgl. Thömmes 2026, S. 138)
Beispiel: Im Wirtschaftsunterricht wird das Thema „Sollten Schülerinnen und Schüler bereits ab 16 Jahren wählen dürfen?“ besprochen. Die Lehrkraft eröffnet das Gespräch mit der Frage: „Was spricht dafür und was dagegen, das Wahlalter auf 16 Jahre zu senken?“ Die Schülerinnen und Schüler äußern nacheinander ihre Meinungen und begründen diese mit ihrem Wissen oder eigenen Überlegungen. Die Lehrkraft greift möglichst wenig inhaltlich ein, sondern moderiert das Gespräch und achtet darauf, dass alle Schülerinnen und Schüler zu Wort kommen und die Gesprächsregeln eingehalten werden. Am Ende werden die wichtigsten Argumente und Erkenntnisse gemeinsam zusammengefasst und festgehalten.
Thömmes, A. (2026): Die 200 besten Unterrichtsmethoden für die Sekundarstufe. Bewährte und neue Ideen für jede Gelegenheit. Mülheim an der Ruhr: Verlag an der Ruhr




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