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Noten

Noten sind standardisierte, meist numerische oder verbale Bewertungen schulischer Leistungen, mit denen die Qualität von Schülerleistungen entlang einer Skala (z. B. von „sehr gut“ bis „ungenügend“) eingeordnet wird. Sie dienen nicht nur der Rückmeldung über den Leistungsstand, sondern erfüllen auch Selektions- und Berechtigungsfunktionen im Bildungssystem. Aufgrund subjektiver Bewertungsmaßstäbe und nachweisbarer Beurteilungsfehler gelten Noten jedoch als nur eingeschränkt objektiv und fair. (vgl. Beutel/Pant 2020, S. 33 ff.)


Beispiel: Zwei Schülerinnen schreiben in Mathematik eine Klassenarbeit mit sehr ähnlichen Ergebnissen. Während die eine Lehrkraft die Leistung als „befriedigend“ (Note 3) bewertet, vergibt eine andere Lehrkraft für eine vergleichbare Arbeit die Note „gut“ (Note 2). Die Note dient hier als verdichtetes Urteil über die erbrachte Leistung, ist aber abhängig von individuellen Bewertungsmaßstäben der Lehrperson. Dadurch zeigt sich, dass Noten zwar Leistungen zusammenfassen und vergleichbar machen sollen, in der Praxis jedoch nicht immer objektiv oder fair sind.


Beutel, S.; H. A. Pant (2020): Lernen ohne Noten. Alternative Konzepte der Leistungsbeurteilung. Stuttgart: Kohlhammer

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