NEV-Umlage
- Andreas Armster

- 26. Jan.
- 1 Min. Lesezeit
Die NEV-Umlage dient dazu, Einnahmeausfälle der Netzbetreiber auszugleichen, die entstehen, weil stromintensive Unternehmen reduzierte oder individuelle Netzentgelte zahlen. Diese Vergünstigungen werden auf alle Stromverbraucher umgelegt, sodass die Allgemeinheit die entgangenen Netzentgelte finanziert. (vgl. Linnemann 2024, S. 48)
Beispiel: Ein Industriebetrieb nutzt das Stromnetz mehr als 7.000 Stunden pro Jahr und zahlt deshalb statt des regulären Netzentgelts von 5,0 ct/kWh nur 4,0 ct/kWh. Bei einem Jahresverbrauch von 10 GWh spart das Unternehmen 100.000 € an Netzentgelten. Diese entgangenen 100.000 € werden über die § 19-NEV-Umlage auf alle Stromkunden verteilt, z. B. indem ein Haushaltskunde mit 3.500 kWh Jahresverbrauch wenige Euro pro Jahr zusätzlich zahlt.
Linnemann, M. (2024): Energiewirtschaft für (Quer-)Einsteiger. Einmaleins der Stromwirtschaft. 2. Auflage. Wiesbaden: Springer Fachmedien



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