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Neue Politische Ökonomie

10. Aug.
1 Min. Lesezeit

Die Neue Politische Ökonomie untersucht wirtschaftspolitische Entscheidungen unter besonderer Berücksichtigung politischer Institutionen wie Parteien, Regierungen und Verwaltungen. Anders als die klassische Wohlfahrtsökonomie geht sie davon aus, dass Politiker nicht ausschließlich das Gemeinwohl verfolgen, sondern auch versuchen, möglichst viele Wählerstimmen zu gewinnen. (vgl. May/Wiepcke 2012, S. 428 f.)


Beispiel: Die Bundesregierung unter Friedrich Merz beschließt, grundsätzlich an der Schuldenbremse festzuhalten, nutzt aber gleichzeitig Sondervermögen für große Investitionen. Aus Sicht der Neuen Politischen Ökonomie kann untersucht werden, ob solche Entscheidungen neben wirtschaftlichen Zielen auch dem politischen Interesse dienen, Wählerstimmen zu gewinnen bzw. politische Unterstützung zu sichern.


May, H.; Wiepcke, C. (2012): Lexikon der ökonomischen Bildung. 8. Auflage. München: Oldenbourg Verlag

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