Nettoinzidenz
- Andreas Armster

- vor 3 Tagen
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Die Nettoinzidenz beschreibt die gesamtverteilende Wirkung staatlicher Finanzpolitik, indem Steuerlasten und staatliche Ausgaben einer Periode miteinander verrechnet werden. Sie zeigt, ob eine Person oder Einkommensgruppe per Saldo Gewinner oder Verlierer der staatlichen Umverteilung ist. (vgl. Nowotny/Zagler 2022, S. 228 f.)
Beispiel: Ein Haushalt zahlt im Jahr 3.000 € Steuern, erhält aber 4.500 € durch Kindergeld, Wohnbeihilfe und kostenlose Schulbildung. Netto ist er mit +1.500 € Begünstigter der staatlichen Umverteilung (positive Nettoinzidenz).
Nowotny, E.; Zagler, M. (2022): Der öffentliche Sektor. Einführung in die Finanzwissenschaft. 6. Auflage. Wiesbaden: Springer Fachmedien



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