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Net Stable Funding Ratio

11. Dez. 2025
1 Min. Lesezeit

Die Net Stable Funding Ratio (NSFR) misst, ob eine Bank über ausreichend langfristig stabile Refinanzierungsmittel verfügt, um ihre langfristigen und weniger liquiden Vermögenswerte verlässlich zu finanzieren. Dafür wird das Verhältnis von verfügbarem stabilem Funding zu erforderlichem stabilem Funding berechnet. Die Quote muss mindestens 100 % betragen, damit ein Institut auch unter Stressbedingungen nicht von kurzfristiger Marktfinanzierung abhängig ist. (vgl. Botsis et al. 2015, S. 135 f.)


Beispiel: Ein Kreditinstitut verfügt über stabile Refinanzierungsmittel in Höhe von 3,4 Mrd. Euro, beispielsweise durch langfristige Einlagen und Eigenkapital. Gleichzeitig benötigt es gemäß seiner Aktivstruktur 2,5 Mrd. Euro an stabiler Refinanzierung, um seine langfristigen Vermögenswerte verlässlich finanzieren zu können. Teilt man die verfügbaren durch die erforderlichen stabilen Mittel, ergibt sich eine NSFR von rund 137 %. Damit erfüllt die Bank die aufsichtsrechtliche Mindestanforderung von 100 % deutlich und gilt als langfristig solide refinanziert.


Botsis, D.; Hansknecht, S.; Hauke, C.; Janssen, N.; Kaiser, B.; Rock, T. (2015): Kennzahlen und Kennzahlensysteme für Banken. Wiesbaden: Springer Gabler

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