Nachfrageorientierte Preiskalkulation
Nachfrageorientierte Preiskalkulation ist ein Ansatz der Preisbildung, bei dem sich der Anbieter primär an der Zahlungsbereitschaft der Nachfrager orientiert und nicht an seinen Kosten. Der Preis wird so festgelegt, dass er den Gewinn maximiert. Die Kosten spielen dabei vor allem als Untergrenze (z. B. in Höhe der Grenzkosten) eine Rolle, während die maximale Zahlungsbereitschaft die Obergrenze bestimmt. (vgl. Pechtl 2014, S. 136 ff.)
Beispiel: Ein Softwareanbieter weiß aus Marktforschung, dass Unternehmenskunden für eine spezielle Lösung maximal 500 € pro Lizenz zu zahlen bereit sind. Die Herstellungskosten pro Lizenz liegen bei nur 50 €. Statt einen kostenorientierten Preis von z. B. 100 € anzusetzen, verlangt der Anbieter 500 €, da dies der maximalen Zahlungsbereitschaft entspricht und somit seinen Gewinn maximiert.
Pechtl, H. (2014): Preispolitik. Behavioral Pricing und Preissysteme. 2. Auflage. Konstanz/München: UVK/Lucius




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