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Modern Monetary Theory

Die Modern Monetary Theory (MMT) ist ein wirtschaftspolitischer Ansatz, der davon ausgeht, dass ein Staat mit eigener Währung seine Ausgaben durch Geldschöpfung finanzieren kann und nicht zahlungsunfähig wird. Dabei dienen Steuern vor allem dazu, Inflation zu steuern und Geld aus dem Umlauf zu ziehen, nicht primär zur Finanzierung staatlicher Ausgaben. (vgl. Dierks 2022, S. 166 f.)


Beispiel: Ein Staat finanziert ein großes Infrastrukturprogramm (z. B. neue Straßen) nicht über Steuern oder Kredite, sondern indem er über die Zentralbank neues Geld schafft. Erst wenn dadurch zu viel Nachfrage und Inflation entstehen, erhöht der Staat die Steuern, um Geld wieder aus dem Umlauf zu ziehen.


Dierks, L. H. (2022): Geldpolitik. Wiesbaden: Springer Fachmedien

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