Merit-Order-Modell
- Andreas Armster

- 29. Jan.
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Das Merit-Order-Modell beschreibt die kurzfristige Preisbildung am Strommarkt, indem Kraftwerke nach ihren variablen Grenzkosten (z. B. Brennstoff-Kosten und CO₂-Kosten) sortiert eingesetzt werden. Der Strompreis ergibt sich aus den Kosten des teuersten Kraftwerks, das zur Deckung der Nachfrage noch benötigt wird, und gilt einheitlich für alle eingesetzten Kraftwerke. (vgl. Linnemann 2024, S. 235 ff.)
Beispiel: An einem sonnigen Tag decken Windanlagen und Solaranlagen den Großteil der Nachfrage (sehr niedrige Grenzkosten). Zusätzlich wird noch ein Gaskraftwerk benötigt. Da das Gaskraftwerk das teuerste noch eingesetzte Kraftwerk ist, bestimmt dessen Kosten den Strompreis; auch Windstrom und Solarstrom werden zu diesem Preis bezahlt.
Linnemann, M. (2024): Energiewirtschaft für (Quer-)Einsteiger. Einmaleins der Stromwirtschaft. 2. Auflage. Wiesbaden: Springer Fachmedien



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