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Marxismus-Leninismus

12. Aug.
1 Min. Lesezeit

Der Marxismus-Leninismus bezeichnet die von Karl Marx und Friedrich Engels begründete Lehre, die später von Wladimir Lenin weiterentwickelt und politisch ergänzt wurde. Er versteht die Materie als Grundlage allen Seins und erklärt die gesellschaftliche Entwicklung insbesondere durch Klassenkämpfe. Der Kapitalismus wird als letzte Klassengesellschaft betrachtet, die durch eine sozialistische Revolution und die Diktatur des Proletariats überwunden werden soll, um schließlich eine klassenlose kommunistische Gesellschaft zu erreichen. (vgl. May/Wiepcke 2012, S. 408 f.)


Beispiel: Nach marxistisch-leninistischer Vorstellung sollten die Arbeiter (Proletariat) die politische Macht übernehmen, das kapitalistische Privateigentum an Produktionsmitteln beseitigen und die Wirtschaft sozialistisch planen. In der Sowjetunion wurde dieser Ansatz nach der Revolution von 1917 politisch umgesetzt.


May, H.; Wiepcke, C. (2012): Lexikon der ökonomischen Bildung. 8. Auflage. München: Oldenbourg Verlag

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