Marktzinssatzmethode
Aktualisiert: 9. Okt.
Die Marktzinssatzmethode (MZM) ist ein Verfahren zur Kalkulation von Margen in Banken und unterstützt rentabilitätsorientierte Entscheidungen. Dabei wird der Nutzen eines Einlagengeschäfts oder Kreditgeschäfts mit einem fristenmäßig vergleichbaren und möglichen Alternativengeschäft am Geldmarkt und Kapitalmarkt verglichen. Bei Einlagen werden die Kosten an den Opportunitätskosten einer alternativen Geldbeschaffung gemessen, bei Krediten die erzielte Rendite an den Opportunitätserlösen einer alternativen Geldanlage. (vgl. Becker/Lutz/Back 2011, S. 162)
Beispiel: Eine Bank nimmt von einem Kunden 100.000 € zu 2 % für ein Jahr als Einlage entgegen. Der vergleichbare Marktzinssatz für eine alternative Geldbeschaffung beträgt 3 %. Die Opportunitätskosten betragen damit 3.000 €. Zahlt die Bank dem Kunden 2.000 € Zinsen, ergibt sich aus dem Geschäft ein Vorteil von 1.000 € gegenüber der alternativen Beschaffung.
Becker, W.; Lutz, S.; Back, C. (2011): Gabler Kompaktlexikon Modernes Rechnungswesen.
3. Auflage. Wiesbaden: Gabler




Kommentare