Marktzinsmodell
Das Marktzinsmodell ist ein Verfahren der Investitionsrechnung, das die unterschiedlichen marktüblichen Zinssätze für verschiedene Laufzeiten berücksichtigt. Zahlungsströme werden dabei mit laufzeitabhängigen Marktzinsen bewertet, sodass die tatsächliche Zinsstruktur des Kapitalmarkts realitätsnah in die Investitionsbewertung einfließt. (vgl. Hölscher/Helms 2018, S. 113 ff.)
Beispiel: Eine Investition mit Rückflüssen über fünf Jahre, bei der die kurzfristigen Zinssätze bei 2 % und die langfristigen bei 5 % liegen. Die Einzahlungen im ersten Jahr werden mit dem niedrigeren kurzfristigen Zinssatz abgezinst, während spätere Rückflüsse mit höheren langfristigen Zinssätzen bewertet werden. Dadurch ergibt sich ein anderer Investitionswert als bei der Verwendung eines einheitlichen Zinssatzes, was die tatsächlichen Bedingungen am Kapitalmarkt realitätsnäher widerspiegelt.
Hölscher, R.; Helms, N. (2018): Investition und Finanzierung. 2. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg




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