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Marktversagenstheorie

15. Feb.
1 Min. Lesezeit

Die Marktversagenstheorie beschreibt Situationen, in denen freie Märkte keine paretoeffiziente Allokation von Ressourcen hervorbringen, weil individuell rationales Verhalten zu kollektiv ineffizienten Ergebnissen führt (z. B. bei öffentlichen Gütern, Externalitäten, Monopolen oder Informationsasymmetrien). In solchen Fällen können potenzielle Wohlfahrtsgewinne ungenutzt bleiben. (vgl. Roth 2021, S. 157 ff.)


Beispiel: Saubere Luft ist ein öffentliches Gut. Wenn Unternehmen frei entscheiden dürfen, stoßen sie Abgase aus, weil sie die Kosten der Umweltverschmutzung nicht selbst tragen. Für jedes einzelne Unternehmen ist das rational und kostensparend, insgesamt entsteht aber zu viel Verschmutzung und eine schlechtere Luftqualität für alle. Der Markt führt hier nicht zu einem effizienten Ergebnis. Es liegt Marktversagen vor.


Roth, S. J. (2021): VWL für Einsteiger. 6. Auflage. München: UVK Verlag

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