Marktpreisverfahren
Das Marktpreisverfahren bewertet ein börsennotiertes Unternehmen anhand der aktuellen Marktpreise von Eigenkapital und Fremdkapital. Der Unternehmenswert ergibt sich aus der Summe des Börsenwerts der Aktien und dem Barwert der Verbindlichkeiten, wobei die Marktpreise als Ausdruck der materiellen und immateriellen Vermögenswerte gelten. (vgl. Hölscher/Helms 2018, S. 232 f.)
Beispiel: Ein Unternehmen hat 1 Million Aktien, die aktuell zu 50 € pro Stück gehandelt werden. Gleichzeitig belaufen sich seine Unternehmensanleihen auf 20 Millionen €. Nach dem Marktpreisverfahren ergibt sich der Unternehmenswert aus dem Börsenwert des Eigenkapitals (1 Mio. × 50 € = 50 Mio. €) zuzüglich dem Marktwert der Fremdkapitalverbindlichkeiten von 20 Mio. €, also insgesamt 70 Mio. €.
Hölscher, R.; Helms, N. (2018): Investition und Finanzierung. 2. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg




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