Marketing des Preises
- Andreas Armster

- 7. Jan.
- 1 Min. Lesezeit
Marketing des Preises bezeichnet die systematische Festlegung, Steuerung und Anpassung des Preises eines Produkts oder einer Dienstleistung. Der Preis ist dabei das Entgelt, das Kunden für den Nutzen des Angebots zahlen, und steht in direktem Zusammenhang mit dem wahrgenommenen Wert, der Marktposition und dem Wettbewerb. Preismanagement umfasst sowohl die Bestimmung des Basispreises als auch die Umsetzung von Preisdifferenzierungen, Rabatten, Zuschlägen, zeitlichen oder räumlichen Anpassungen sowie Bündelungen. Ziel ist es, den Absatz zu steuern, die Zahlungsbereitschaft der Kunden optimal auszuschöpfen und die Rentabilität des Unternehmens zu sichern. (vgl. Kleinjohann 2024, S. 9 ff.)
Beispiel: Ein Hersteller von Sportschuhen führt ein neues Laufschuhmodell ein. Der Listenpreis wird auf 120 € festgelegt. Zur Markteinführung gewährt das Unternehmen einen Einführungspreis von 100 € (Penetrationsstrategie), um schnelle Akzeptanz zu erreichen. Gleichzeitig werden Mengenrabatte angeboten: Wer zwei Paar kauft, erhält 10 € Rabatt. Onlinekunden erhalten einen zusätzlichen 5‑€-Nachlass, während die Schuhe im Fachhandel zum vollen Preis verkauft werden. So nutzt das Unternehmen verschiedene Preisstrategien, um Absatz, Umsatz und Marktanteil zu steuern.
Kleinjohann, M. (2024): Grundlagen der Werbung. Theorie – Markt – Ethik – Recht. Wiesbaden: Springer Fachmedien



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