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Manchestertum

12. Aug.
1 Min. Lesezeit

Manchestertum bezeichnet eine liberale wirtschaftspolitische Bewegung, die insbesondere für Freihandel und die Abschaffung von Handelsbeschränkungen eintrat. Die Anhänger wandten sich vor allem gegen privilegierte Gruppen und hohe Getreidezölle. Der Begriff wird häufig abwertend mit rücksichtslosem Gewinnstreben verbunden, obwohl die ursprüngliche Manchestergruppe auch bessere Bildung für Arbeiter und staatliches Engagement forderte. (vgl. May/Wiepcke 2012, S. 403 f.)


Beispiel: Die Manchestergruppe setzte sich für die Abschaffung der Getreidezölle ein. Dadurch sollten die Getreidepreise und Lebensmittelpreise sinken, sodass die Realeinkommen der Arbeiter steigen und gleichzeitig der freie Handel zwischen den Nationen gefördert werden konnte.


May, H.; Wiepcke, C. (2012): Lexikon der ökonomischen Bildung. 8. Auflage. München: Oldenbourg Verlag

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