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Makroprudenzielle Politik

10. Feb.
1 Min. Lesezeit

Makroprudenzielle Politik bezeichnet die Überwachung und Regulierung des Finanzsystems als Ganzes mit dem Ziel, systemische Risiken zu begrenzen, die Widerstandsfähigkeit des Finanzsystems zu stärken und Finanzkrisen vorzubeugen, insbesondere durch das Eindämmen übermäßiger Risikoaufnahme über den Kreditzyklus hinweg. (vgl. Plaasch 2025, S. 17 ff.)


Beispiel: In einer Boomphase steigen Immobilienpreise stark und Banken vergeben viele neue Hypotheken. Die Aufsicht führt einen antizyklischen Kapitalpuffer von 1 % ein. Banken müssen dadurch zusätzliches Eigenkapital halten, vergeben weniger riskante Kredite und bremsen so den übermäßigen Kreditboom, um eine spätere Finanzkrise abzumildern.


Plaasch, J. (2025): Geldpolitik und Kreditzyklen aus makroprudenzieller Sicht. Wiesebaden: Springer Fachmedien

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