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Ludwig Erhard

19. Aug.
1 Min. Lesezeit

Ludwig Erhard (1897–1977) war ein deutscher Wirtschaftspolitiker und gilt als Begründer der Sozialen Marktwirtschaft und des „deutschen Wirtschaftswunders“. Nach der Währungsreform am 20. Juni 1948 leitete er eine umfassende Wirtschaftsreform ein, mit der die marktwirtschaftliche Ordnung in Deutschland ausgebaut wurde. Er war von 1949 bis 1963 Bundesminister für Wirtschaft und von 1963 bis 1966 Bundeskanzler. Er war überzeugt, dass wirtschaftlicher Erfolg vor allem durch eine freiheitliche Wirtschaftsordnung und eine konsequente Wirtschaftspolitik und Gesellschaftspolitik erreicht werden kann. (vgl. May/Wiepcke 2012, S. 213 f.)


Beispiel: Nach der Währungsreform von 1948 setzte Erhard auf eine stärkere marktwirtschaftliche Ordnung. In der folgenden Zeit stiegen die Wachstumsraten, es herrschte weitgehend Vollbeschäftigung, die öffentlichen Haushalte waren ausgeglichen und die Preise stabil. Erhard sah diese Erfolge nicht als bloßes „Wirtschaftswunder“, sondern als Ergebnis einer bewusst gestalteten Wirtschaftspolitik und Gesellschaftspolitik.


May, H.; Wiepcke, C. (2012): Lexikon der ökonomischen Bildung. 8. Auflage. München: Oldenbourg Verlag

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