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Lohnabstandsgebot

Das Lohnabstandsgebot bezeichnet ein politisches Prinzip, das in der Sozialpolitik angewendet wird. Es besagt, dass die Höhe der staatlichen Unterstützungsleistungen (wie z.B. ALG II oder Sozialhilfe) so bemessen sein sollte, dass der Abstand zwischen dem Einkommen aus Erwerbstätigkeit und den Unterstützungsleistungen groß genug ist. Dies soll Anreize schaffen, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen und sich selbst zu versorgen, anstatt ausschließlich von staatlichen Leistungen abhängig zu sein. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 341)


Beispiel: Angenommen, eine alleinerziehende Mutter erhält Arbeitslosengeld II (ALG II). Die Höhe dieses ALG II ist so berechnet, dass es ausreicht, um ihren grundlegenden Lebensbedarf zu decken, wie Miete, Lebensmittel, Kleidung und andere notwendige Ausgaben. Gleichzeitig ist das ALG II aber niedriger als das Einkommen, das sie durch eine Vollzeitbeschäftigung erzielen könnte.


Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston:

De Gruyter Oldenbourg

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