Liquidity Coverage Ratio
- Andreas Armster

- 11. Dez. 2025
- 1 Min. Lesezeit
Die Liquidity Coverage Ratio (LCR) misst, ob eine Bank genug erstklassige, sofort verfügbare liquide Aktiva besitzt, um ihre erwarteten Netto-Zahlungsabflüsse in einem 30-tägigen Stressszenario decken zu können. Sie wird berechnet, indem die hochwertigen liquiden Mittel durch die gestressten Netto-Cash-Outflows geteilt und anschließend mit 100 multipliziert werden. (vgl. Botsis et al. 2015, S. 134 f.)
Beispiel: Eine Bank verfügt über erstklassige, hochliquide Aktiva im Wert von 2,1 Mrd. Euro. Gleichzeitig ergeben sich im 30-Tage-Stressszenario erwartete Netto-Mittelabflüsse in Höhe von 1,99 Mrd. Euro. Teilt man die liquiden Aktiva durch die zu erwartenden Abflüsse und multipliziert den Wert mit 100, ergibt sich eine LCR von rund 107 %. Damit erfüllt die Bank die aufsichtsrechtliche Mindestanforderung von 100 % und wäre nach aktuellem Stressszenario kurzfristig zahlungsfähig.
Botsis, D.; Hansknecht, S.; Hauke, C.; Janssen, N.; Kaiser, B.; Rock, T. (2015): Kennzahlen und Kennzahlensysteme für Banken. Wiesbaden: Springer Gabler



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