Leverage-Effekt
- Andreas Armster

- 7. Jan.
- 1 Min. Lesezeit
Der Leverage-Effekt beschreibt, wie sich der Verschuldungsgrad eines Unternehmens auf die Eigenkapitalrentabilität auswirkt. Wenn ein Unternehmen Fremdkapital zu einem festen Zinssatz aufnimmt, kann die Eigenkapitalrentabilität steigen, solange die Gesamtkapitalrentabilität höher ist als der Fremdkapitalzinssatz – dies nennt man positiven Leverage-Effekt. Ist die Gesamtkapitalrentabilität niedriger als der Fremdkapitalzinssatz, sinkt die Eigenkapitalrentabilität mit steigender Verschuldung (negativer Leverage-Effekt). Der Effekt zeigt also die „Hebelwirkung“ von Fremdkapital auf die Rendite des Eigenkapitals. (vgl. Hölscher/Helms 2018, S. 456 ff.)
Beispiel: Ein Unternehmen hat 1 Mio. € Gesamtkapital und erzielt eine Gesamtkapitalrentabilität von 10 %. Bei 500.000 € Fremdkapital und 6 % Zins beträgt die Eigenkapitalrentabilität 14 %, bei 900.000 € Fremdkapital sogar 46 %. Das höhere Fremdkapital „hebt“ also die Rendite des Eigenkapitals.
Hölscher, R.; Helms, N. (2018): Investition und Finanzierung. 2. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg



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