Lernzielorientierte Ansatz
Der lernzielorientierte Ansatz ist ein didaktisches Modell, das Unterricht und Lernprozesse systematisch auf zuvor definierte Lernziele ausrichtet. Im Mittelpunkt steht dabei die Planung, Organisation und Kontrolle von Unterricht, wobei die Sollwerte für fachliche, soziale und psychomotorische Kompetenzen klar beschrieben, geordnet und bewertet werden. Ziel ist es, den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler möglichst effizient und nachvollziehbar zu gestalten, indem alle Unterrichtselemente – Inhalte, Methoden, Medien und Rahmenbedingungen – auf die Erreichung dieser Lernziele abgestimmt werden. (vgl. Kron/Jürgens/Standop 2024, S. 149 ff.)
Beispiel: Eine Mathematikstunde zur Bruchrechnung: Das Lernziel wird klar definiert, etwa „Die Schülerinnen und Schüler können Brüche mit gleichem Nenner addieren und das Ergebnis kürzen.“ Die Lehrkraft plant daraufhin die Unterrichtsaktivitäten, wählt passende Arbeitsblätter und Übungsaufgaben aus und organisiert Partnerarbeit oder Gruppenarbeit, um das Ziel zu erreichen. Am Ende der Stunde überprüft sie durch eine kurze Übung oder einen Test, ob die Lernenden das Ziel erreicht haben, und gibt gezieltes Feedback.
Kron, F. W.; Jürgens, E.; Standop, J. (2024): Grundwissen Didaktik. 7. Auflage. München: Ernst Reinhardt




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