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Leistungsbeurteilung

Leistungsbeurteilung in der Schule ist der Prozess, durch den die Lernleistungen von Schülerinnen und Schülern erfasst und bewertet werden. Sie verbindet die individuelle Förderung von Lernenden mit der gesellschaftlichen Funktion der Zuweisung von Bildungswegen und Berufswegen. Traditionell erfolgt dies oft durch Noten, die jedoch nur scheinbar objektiv sind und immer wieder in Frage gestellt werden. Eine moderne Sichtweise der Leistungsbeurteilung betont die Wichtigkeit von differenzierten Rückmeldungen, die Schülerinnen und Schüler aktiv in den Lernprozess einbinden und eine individuelle, förderliche Lernentwicklung unterstützen. Sie sollte transparent, gerecht und an den tatsächlichen Lernprozessen orientiert sein, um eine faire und effektive Bildungsförderung zu gewährleisten. (vgl. Beutel/Pant 2020, S. 9 ff.)


Beispiel: Anstatt die Schüler nur mit einer Endnote für ihre Leistungen zu bewerten, erhalten sie regelmäßig detaillierte Rückmeldungen zu ihren Lösungsansätzen. Ein Schüler, der Schwierigkeiten mit der Anwendung von Algebra hat, bekommt spezifische Hinweise, wie er seine Herangehensweise verbessern kann. Zudem wird ihm in persönlichen Gesprächen aufgezeigt, welche Fortschritte er bereits gemacht hat und in welchen Bereichen er noch Unterstützung benötigt. Diese Form der Beurteilung fördert nicht nur das Verständnis für den Lernprozess, sondern motiviert die Schüler auch, ihre eigenen Stärken und Schwächen zu erkennen und eigenverantwortlich an ihrer Weiterentwicklung zu arbeiten.


Beutel, S.; H. A. Pant (2020): Lernen ohne Noten. Alternative Konzepte der Leistungsbeurteilung. Stuttgart: Kohlhammer

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