Lehrerzentrierte Norm
Die lehrerzentrierte Norm bezeichnet einen Bezugsmaßstab, bei dem die Leistung eines Schülers anhand der Erwartungen, Maßstäbe und Bewertungskriterien der Lehrkraft beurteilt wird, etwa durch individuell festgelegte Anforderungen, Aufgabenschwierigkeiten oder Notengrenzen, unabhängig vom Leistungsstand der Klasse oder vom individuellen Lernfortschritt. (vgl. Hesse/Latzko 2017, S. 76 f.)
Beispiel: Wenn eine Lehrerin in einer Mathematikarbeit festlegt, dass 20 von 30 Punkten für die Note „gut“ erforderlich sind. Ein Schüler, der 18 Punkte erreicht, erhält dann die Note „befriedigend“, unabhängig davon, wie die anderen Schüler abgeschnitten haben oder wie sich der Schüler im Vergleich zu früheren Arbeiten entwickelt hat.
Hesse, I.; Latzko, B. (2017): Diagnostik für Lehrkräfte. 3. Auflage. Opladen/Toronto: Barbara Budrich




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