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Lebensbeschreibungen

Lebensbeschreibungen sind kommunikative Formen, in denen Menschen ihr Leben thematisieren – sei es mündlich, schriftlich oder in Gesprächen. Dazu zählen nicht nur autobiografische Erzählungen im Interview, sondern auch andere Kontexte wie Bewerbungsgespräche oder Arztgespräche, in denen Personen über ihren Werdegang oder ihre Krankengeschichte sprechen. Lebensbeschreibungen sind somit keine „natürliche“ Kommunikationsform, sondern entstehen immer in bestimmten sozialen Situationen, die von Rollen, Erwartungen und Zwecken geprägt sind. Sie geben Aufschluss darüber, wie Menschen ihr Leben deuten, darstellen und im jeweiligen sozialen Kontext positionieren. (vgl. Corsten 2020, S. 208 ff.)


Beispiel: Wenn eine Person in einem Bewerbungsgespräch ihren bisherigen Bildungsweg und Berufsweg schildert. Dabei erzählt sie nicht nur Fakten wie Schulabschlüsse oder Berufserfahrungen, sondern stellt ihr Leben so dar, dass es zum Gesprächszweck passt – nämlich ihre Eignung für die Stelle zu zeigen.


Corsten, M. (2020): Lebenslauf und Sozialisation. Wiesbaden: Springer VS

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