Kummerkasten
Ein Kummerkasten ist eine Unterrichtsmethode, bei der Schülerinnen und Schüler ihre persönlichen Sorgen, Probleme, ihren Frust oder Ärger schriftlich und auf Wunsch anonym mitteilen können. Die Nachrichten werden von der Lehrkraft regelmäßig gesammelt und in einer dafür vorgesehenen „Kummerstunde“ aufgegriffen. Ziel ist es, persönliche Belastungen wahrzunehmen und den Schülerinnen und Schülern eine Möglichkeit zu geben, ihre Anliegen auszudrücken und dadurch Unterrichtsstörungen vorzubeugen. (vgl. Thömmes 2026, S. 203)
Beispiel: In einer Klasse steht ein selbst gestalteter Kummerkasten. Ein Schüler schreibt anonym auf einen Zettel, dass er sich in den Gruppenarbeiten häufig ausgeschlossen fühlt, und wirft ihn in den Kasten. In der nächsten Kummerstunde liest die Lehrkraft die Nachricht vor, ohne den Namen des Schülers zu nennen. Die Klasse bespricht gemeinsam, wie Gruppenarbeiten so gestaltet werden können, dass niemand ausgeschlossen wird. Auf diese Weise kann der Schüler seinen Frust mitteilen, ohne sich vor der Klasse offenbaren zu müssen, und gleichzeitig wird gemeinsam nach einer Lösung gesucht.
Thömmes, A. (2026): Die 200 besten Unterrichtsmethoden für die Sekundarstufe. Bewährte und neue Ideen für jede Gelegenheit. Mülheim an der Ruhr: Verlag an der Ruhr




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