Kritische Werterechnung
- Andreas Armster

- 4. Jan.
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Die kritische Werterechnung ist ein Verfahren der Sensitivitätsanalyse, bei dem ermittelt wird, wie stark sich unsichere Inputgrößen ändern dürfen, ohne dass die Vorteilhaftigkeit einer Investition verloren geht. Ziel ist die Bestimmung der Werte, bei denen der Kapitalwert gerade null ist. (vgl. Hölscher/Helms 2018, S. 144 f.)
Beispiel: Ein Unternehmen prüft eine Investition von 22.000 EUR mit unsicheren Rückflüssen in Jahr 2 und 3 sowie einem Liquidationserlös. Die kritische Werterechnung zeigt, dass die Investition genau dann gerade noch vorteilhaft ist (Kapitalwert = 0), wenn die Rückflüsse in den Jahren 2 und 3 zusammen mit dem Liquidationserlös die Gleichung L = 17.182 − 2,1 · R erfüllen. Das bedeutet: Werden in den beiden Jahren keine Rückflüsse erzielt (R = 0), muss der Liquidationserlös mindestens 17.182 EUR betragen, damit die Investition nicht unvorteilhaft wird.
Hölscher, R.; Helms, N. (2018): Investition und Finanzierung. 2. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg



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