Kriteriengeleitete Medienvergleich
Der kriteriengeleitete Medienvergleich ist eine Unterrichtsmethode, bei der Schülerinnen und Schüler mehrere Medienbeiträge zu demselben Thema systematisch miteinander vergleichen. Dazu wählen sie beispielsweise einen Zeitungsartikel, einen Fernsehbeitrag, ein YouTube-Video oder einen Social-Media-Post aus und untersuchen diese anhand vorher festgelegter Kriterien. Dabei prüfen sie unter anderem die Darstellung, die Herkunft und die Glaubwürdigkeit der jeweiligen Beiträge. Anschließend werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede ausgewertet und die Schülerinnen und Schüler begründen, welcher Beitrag ihnen besonders glaubwürdig erscheint. (vgl. Thömmes 2026, S. 248)
Beispiel: Im Wirtschaftsunterricht vergleichen die Schülerinnen und Schüler drei Medienbeiträge zum Thema „Preisentwicklung und Inflation“. Eine Gruppe untersucht beispielsweise einen Zeitungsartikel, einen Beitrag aus einer Nachrichtensendung und einen Social-Media-Post. Mithilfe vorgegebener Kriterien prüfen sie, welche Quellen verwendet werden, wie die Informationen dargestellt werden, welche Perspektive eingenommen wird und wie glaubwürdig die Aussagen wirken. Anschließend präsentieren die Gruppen ihre Ergebnisse und diskutieren gemeinsam, worin sich die Darstellungen unterscheiden und welcher Beitrag aufgrund der überprüften Kriterien am zuverlässigsten erscheint.
Thömmes, A. (2026): Die 200 besten Unterrichtsmethoden für die Sekundarstufe. Bewährte und neue Ideen für jede Gelegenheit. Mülheim an der Ruhr: Verlag an der Ruhr




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