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Kreditzyklus

10. Feb.
1 Min. Lesezeit

Der Kreditzyklus beschreibt die wiederkehrenden Phasen der Ausweitung (Expansion) und Einschränkung (Kontraktion) der Kreditvergabe im Zeitverlauf. Je nach Ausprägung kann sich die Kreditvergabe proportional, überproportional oder stark destabilisiert zur realwirtschaftlichen Entwicklung bewegen und dadurch Konjunkturschwankungen verstärken oder sogar Finanzkrisen auslösen. (vgl. Plaasch 2025, S. 10 f.)


Beispiel: In einer wirtschaftlichen Aufschwungphase steigt das BIP eines Landes um 2 %, die Banken weiten ihre Kreditvergabe jedoch um 8 % aus, etwa für Immobilien und Unternehmensinvestitionen (Expansionsphase des Kreditzyklus). Kommt es später zu einer Rezession und das BIP sinkt um 1 %, bricht die Kreditvergabe um 6 % ein, weil Banken Risiken vermeiden und Kreditnehmer zahlungsunfähig werden (Kontraktionsphase des Kreditzyklus).


Plaasch, J. (2025): Geldpolitik und Kreditzyklen aus makroprudenzieller Sicht. Wiesebaden: Springer Fachmedien

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