Kostenträgererfolgsrechnung
- Andreas Armster

- 8. Dez. 2025
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Die Kostenträgererfolgsrechnung dient dazu, den wirtschaftlichen Erfolg eines einzelnen Produkts oder einer Dienstleistung zu bestimmen, indem die erzielten Erträge den dafür angefallenen Kosten gegenübergestellt werden. Auf dieser Basis lässt sich erkennen, ob ein Produkt Gewinn erwirtschaftet oder einen Verlust verursacht und in welcher Höhe. Abhängig davon, ob alle Kosten eines Kostenträgers berücksichtigt werden oder nur die variablen, ergibt sich entweder der Reingewinn im Rahmen der Vollkostenrechnung oder der Deckungsbeitrag im Rahmen der Grenzkostenrechnung. Damit liefert die Stückerfolgsrechnung eine zentrale Grundlage für Entscheidungen über Preisgestaltung, Produktion und Sortimentspolitik. (vgl. Schaffhauser-Linzatti 2023, S. 375 f.)
Beispiel: Ein einfaches Beispiel für die Kostenträgererfolgsrechnung zeigt sich bei einem Unternehmen, das ein Produkt für 120 € pro Stück verkauft. Die gesamten Kosten pro Einheit betragen 90 €. Durch die Gegenüberstellung dieser Werte ergibt sich ein Reingewinn von 30 € je verkauftem Produkt. Würde man statt aller Kosten nur die variablen Kosten betrachten – etwa 60 € pro Stück –, ergäbe sich ein Deckungsbeitrag von 60 €. Dieser Beitrag zeigt, wie viel das Produkt zur Deckung der Fixkosten und anschließend zum Gewinn des Unternehmens beisteuert. So lässt sich schnell beurteilen, ob der Verkauf des Produkts wirtschaftlich sinnvoll ist.
Schaffhauser-Linzatti, M. (2023): Rechnungswesen Schritt für Schritt. Mit Lösungen für die Rechenbeispiele. 5. Auflage. Wien: Facultas



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